Oscar Wilde
Herbert George Wells
Voltaire
Villiers de L'Isle-Adam
nach Richard F. Burton
nach Antoine Galland
Robert Louis Stevenson
Saki
Fjodor M. Dostojewski, Leonid Andreev, Leo N. Tolstoi
P'u Sung-Ling
Edgar Allan Poe
Giovanni Papini
Gustav Meyrink
Herman Melville
Arthur Machen
Leopoldo Lugones
Jack London
Rudyard Kipling
Franz Kafka
Henry James
Charles Howard Hinton
Nathaniel Hawthorne
Lord Dunsany
Gilbert Keith Chesterton
Jacques Cazotte
Jorge Luis Borges
Léon Bloy
William Beckford
Adolfo Bioy Casares, Arturo Cancela, Pilar de Lusarreta, Julio Cortázar, Manuel Mújica Láinez, Silvina Ocampo, Frederico Peltzer, Manuel Peyrou, María Esther Vázquez
Pedro Antonio de Alarcón
3
Vathek, 9. Kalif seines Reiches, lebt in äußerstem Luxus, ist allen Sinnesfreuden zugetan, gilt aber gleichzeitig als guter und gerechter Herrscher über seine Untertanen. Bis er eines Tages auf einen Abgesandten des Bösen trifft: Der stellt ihm alle irdischen Güter und höchstes Glück auf Erden in Aussicht, wenn er nur seinem Gott abschwört, 50 Knaben opfert und seinen gesamten Hofstaat dem Feuerpalast, der Residenz des Bösen, überlässt. In seiner Gier willigt Vathek ein, erfüllt alle Bedingungen und bricht auf zu einer Reise, die ihn ins Verderben führen wird. Zwar findet er im Feuerpalast alles, was ihm versprochen wurde, doch ergreift daraufhin das Böse von ihm Besitz und setzt sein Herz auf ewig in Flammen.
„So war und so soll die Strafe sein für ungezügelte Leidenschaften und für ruchlose Taten, so soll die Züchtigung sein für jene blinde Neugier, welche die Grenzen überschreiten will, die des Schöpfers Weisheit der menschlichen Erkenntnis gesetzt hat“, heißt es zum Abschluss der farbenfrohen, prächtigen, aber auch grausamen Geschichte. Sie erzählt von einer fremden, faszinierenden Welt, ist in ihrer Aussage aber klar und universell.
»Ich behaupte, dass es sich hier um die erste wahrhaft grässliche Hölle in der Literatur handelt ... Vathek ist eine bloße Rarität.«
Jorge Luis Borges

William Beckford, geboren 1760 als Sohn des Londoner Oberbürgermeisters, kam aus betuchten Verhältnissen. Eine beachtliche Erbschaft machte ihn finanziell unabhängig, so dass er ausgedehnte Reisen in fremde Kulturen unternehmen konnte. Früh entwickelte er eine Vorliebe für alles Exotische, Makabre, Dämonische. Berühmt wurde er mit seinem Schauerroman The History of Caliph Vathek, den er ursprünglich in französischer Sprache schrieb. William Beckford starb 1844 in Bath.
Aus dem Englischen von
Hans Schiebelhuth
Die Bibliothek von Babel,
Band 3, 176 Seiten
Band 1 bis 30 finden
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