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Voltaire
Villiers de L'Isle-Adam
nach Richard F. Burton
nach Antoine Galland
Robert Louis Stevenson
Saki
Fjodor M. Dostojewski, Leonid Andreev, Leo N. Tolstoi
P'u Sung-Ling
Edgar Allan Poe
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Jorge Luis Borges
Léon Bloy
William Beckford
Adolfo Bioy Casares, Arturo Cancela, Pilar de Lusarreta, Julio Cortázar, Manuel Mújica Láinez, Silvina Ocampo, Frederico Peltzer, Manuel Peyrou, María Esther Vázquez
Pedro Antonio de Alarcón
6
Alvares, ein junger Mann voll Wissbegierde und Ungestüm, interessiert sich für Übersinnliches und will Kontakt zu Geistern aufnehmen, um ihre Dienste für sich zu nutzen. Schon bald findet er einen Meister, der ihn in diese Kunst einführen will. Doch Alvares ist zu ungeduldig und ruft auf eigene Faust den Teufel an, von dem er vollkommene Unterwürfigkeit verlangt.
Der Teufel lässt sich auf den Handel ein und erscheint Alvares in Gestalt einer vollkommenen Frau, die ihm zuerst als Page dient, ihn aber gleichzeitig verführt, betört und ihm langsam die Sinne raubt. Sie spinnt ihre Intrigen und bringt Alvares nur Unglück. Dieser scheint von alledem nichts zu bemerken. Erst der Traum von einer Liebesnacht mit dem Teufel persönlich öffnet ihm die Augen. Er verlässt seine Geliebte und lässt den Dämon hinter sich.
Klassisch in der Thematik, hoch aktuell und absolut überzeugend in der psychologischen Darstellung der Charaktere – so präsentiert sich diese beeindruckende Erzählung aus dem 18. Jahrhundert. Mit untrüglichem Gespür zeichnet Cazotte menschliche Stärken und Schwächen. Der realistischen Ton seiner Erzählung fesselt den Leser bis zum Schluss.
»Wir leben mit den Geistern unserer Vorfahren;
die unsichtbare Welt lebt und webt um uns.«
Jacques Cazotte

Jacques Cazotte, geboren 1719 in Dijon, wuchs in einem Jesuitenkloster auf. 1747 wurde er als Schiffszahlmeister nach Martinique versetzt. Dort lebte er zusammen mit seiner Frau, bis er 1758 nach Frankreich zurückkehrte. Er brach mit dem katholischen Glauben und setzte sich intensiv mit dem Okkultismus auseinander, was auch sein literarisches Schaffen beeinflusste. 1772 veröffentlichte er Der verliebte Teufel, was auch sein erfolgreichstes Werk blieb. Als überzeugter Monarchist und Feind der Revolution starb er 1792 durch die Guillotine.
Aus dem Französischen von Eduard von Bülow
Die Bibliothek von Babel,
Band 6, 120 Seiten
Band 1 bis 30 finden
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